Überblick über das NeuroomNet-CMS
Historie
Das NeuroomNet-CMS wurde ursprünglich für typische Museums- und Ausstellungsprojekte entwickelt. Es soll die Zusammenarbeit zwischen Mediengestaltern, Designern und Programmierern im Projektverlauf vereinfachen und dem Auftraggeber nach dem Projekt ermöglichen, die Inhalte selbstständig zu pflegen.
Als generisches Headless-CMS lässt es sich aber für fast beliebige Anforderungen nutzen.
Features
- Pflegeoberfläche im Browser (CMS-Frontend), die ihre Formulare automatisch aus der Beschreibung der Daten aufbaut
- Zusammen mit NeuroomNet oder getrennt davon nutzbar
- Mandantenfähiges Berechtigungssystem
- Mehrsprachige Inhalte
- Mediendateien inklusive automatisch erzeugter Vorschaubilder
- Export und Import ganzer Projekte, Namensräume oder APIs
- HTTP-Schnittstelle, um Datenstrukturen anzulegen und zu ändern sowie Daten zu lesen und zu schreiben
CMS am Beispiel Museum
Texte, Bilder, Videos oder Audioaufnahmen laufen in Ausstellungen oft auf eigenen Abspielgeräten in Schleife. Häufig werden solche Inhalte per Dateiübertragung direkt auf die Abspielgeräte kopiert (Content Push).

Komplizierter wird es, wenn die Inhalte Teil einer interaktiven Anwendung sind. Dann wird ein Austausch von Inhalten ohne CMS schnell teuer, etwa wenn für eine kleine Textänderung die Anwendung neu erstellt und vor Ort neu eingespielt werden muss. Anwendungen sollten deshalb so gebaut sein, dass sie ihre Inhalte von einem CMS abholen.
Bleibt die Frage, wo das CMS läuft. Ist es aus dem Internet erreichbar, können Programmierung, Redaktion und Übersetzung von überall parallel arbeiten. Einen Server im Museum aus dem Internet erreichbar zu machen, wirft aber Sicherheitsfragen auf. Deshalb kann das CMS auch für eine Zeit im Internet betrieben und die Daten danach auf den Server im Museum übertragen werden (siehe Empfehlungen für Projekte).
CMS ist nicht gleich CMS
Bei „CMS“ denken viele an WordPress, Joomla oder Typo3. Diese Web-CMS erstellen im Wesentlichen eine Quelle, etwa eine Webseite, die von vielen Browsern aufgerufen wird und überall gleich aussieht. Darstellung und Verhalten bestimmt das CMS.
In einer Ausstellung gibt es dagegen unterschiedliche Anwendungen, etwa ein Spiel, eine Informationsstation und eine Video-Slideshow. Aussehen und Verhalten sind jeweils eigens programmiert, die Inhalte kommen aber aus einem CMS. Das CMS stellt also nur Inhalte bereit und kümmert sich nicht um die Darstellung. Diese Art von CMS heißt Headless CMS.

Das ist besonders bei Ausschreibungen wichtig: Wer dort nur „ein CMS“ fordert, bekommt unter Umständen ein Web-CMS, das die gewünschte Funktionalität nicht bietet.